Direktkandidat für den
Wahlkreis 8

Patrick Biegemann
Ich trete an, weil Politik wieder näher an den Alltag der Menschen heran muss. Sie darf nicht nur in Sitzungsräumen, Parteitagsreden und Pressemitteilungen stattfinden. Politik muss dort wirken, wo Menschen jeden Tag merken, ob ein Staat funktioniert oder nicht. Beim Lohn, bei der Miete, beim Arzttermin, in der Ausbildung, bei der Verwaltung, im Nahverkehr, bei der Pflege und am Monatsende auf dem Konto.
Beruflich arbeite ich beim Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern in der zuständigen Stelle für die Berufsausbildung der Geoinformationstechnologie. Dort begleite ich Auszubildende, Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen und arbeite täglich an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Ausbildung und Praxis. Diese Erfahrung prägt meinen Blick auf Politik sehr stark.
Ich kenne die Landesverwaltung nicht nur von außen. Ich weiß, wie wichtig klare Abläufe, verlässliche Strukturen und gute Ausbildung sind. Ich sehe aber auch, wo Dinge unnötig kompliziert werden, wo Menschen sich durch Formulare kämpfen müssen und wo politische Entscheidungen am Ende in der Praxis nicht so ankommen, wie sie auf dem Papier versprochen wurden.
Genau deshalb will ich Politik machen, die nicht nur gut klingt, sondern tatsächlich funktioniert.
Politik muss wieder beim Alltag anfangen
Viele Menschen haben das Gefühl, dass Politik über sie spricht, aber nicht mit ihnen. Dieses Gefühl kommt nicht aus dem Nichts.
Wenn Menschen jeden Tag arbeiten und trotzdem kaum etwas übrig bleibt, stimmt etwas nicht. Wenn junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern bleiben wollen, aber sich fragen, ob sie hier eine echte Zukunft aufbauen können, muss Politik Antworten liefern. Wenn Familien unter steigenden Kosten leiden, Rentner Angst vor Armut haben und Arbeitnehmer das Gefühl bekommen, dass ihre Leistung immer weniger zählt, reicht es nicht, schöne Worte zu machen.
Ich möchte, dass Politik wieder von den konkreten Problemen der Menschen ausgeht.
Was bleibt am Monatsende übrig?
Kann ich mir meine Wohnung noch leisten?
Bekomme ich rechtzeitig einen Arzttermin?
Funktioniert die Verwaltung, wenn ich Hilfe brauche?
Haben junge Menschen hier eine Perspektive?
Wird Arbeit noch ausreichend respektiert?
Können ältere Menschen in Würde leben?
Das sind für mich keine Randfragen. Das sind die Fragen, an denen sich Politik messen lassen muss.
Bezahlbares Leben und soziale Sicherheit
Schwerin und Mecklenburg-Vorpommern stehen vor großen Herausforderungen. Die Lebenshaltungskosten sind für viele Menschen spürbar gestiegen. Miete, Energie, Lebensmittel, Versicherungen und Beiträge belasten Haushalte immer stärker. Viele Menschen arbeiten hart, haben aber trotzdem das Gefühl, dass sie finanziell nicht wirklich vorankommen.
Ein Land funktioniert nicht, wenn normale Menschen trotz Arbeit immer stärker unter Druck geraten.
Bezahlbares Leben muss wieder ein zentrales Ziel politischer Entscheidungen werden. Es reicht nicht, über Durchschnittswerte zu sprechen, wenn Menschen an der Supermarktkasse, beim Blick auf die Miete oder auf dem Konto etwas anderes erleben. Politik muss sich daran messen lassen, was im Alltag ankommt.
Soziale Sicherheit bedeutet für mich nicht nur Hilfe im Notfall. Soziale Sicherheit bedeutet, dass Menschen planen können. Dass sie nicht jeden Monat Angst haben müssen, ob das Geld reicht. Dass Arbeit, Ausbildung, Familie und Alter nicht zur finanziellen Dauerbelastung werden.
Starke berufliche Bildung
Ein besonderer Schwerpunkt meiner politischen Arbeit ist die berufliche Bildung.
Ausbildung ist einer der wichtigsten Schlüssel für die Zukunft unseres Landes. Trotzdem wird sie politisch oft nicht so behandelt, wie sie es verdient. Wer Fachkräfte will, muss Ausbildung ernst nehmen. Wer möchte, dass junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern bleiben, muss ihnen echte Perspektiven bieten. Und wer von wirtschaftlicher Vernunft spricht, darf die berufliche Bildung nicht nebenbei behandeln.
Ich arbeite beruflich jeden Tag mit Fragen rund um Ausbildung, Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen und Auszubildende. Ich weiß, wie wichtig eine gute Abstimmung zwischen allen Beteiligten ist. Ich weiß aber auch, dass junge Menschen Orientierung, Unterstützung und verlässliche Strukturen brauchen.
Mecklenburg-Vorpommern darf kein Land sein, aus dem junge Menschen weggehen müssen, um voranzukommen.
Wir brauchen starke Berufsschulen, gute Ausbildungsbedingungen, mehr Wertschätzung für berufliche Wege und eine Politik, die Ausbildung nicht als zweite Wahl betrachtet. Nicht jeder junge Mensch braucht ein Studium. Aber jeder junge Mensch braucht eine echte Chance.
Junge Menschen brauchen Perspektiven
Ich gehöre selbst zu einer Generation, die vieles gleichzeitig schultern soll.
Wir sollen arbeiten, uns weiterbilden, privat vorsorgen, steigende Mieten zahlen, flexibel sein und trotzdem optimistisch bleiben. Gleichzeitig erleben viele junge Menschen, dass Eigentum kaum erreichbar ist, das Leben teurer wird und sichere Perspektiven fehlen.
Viele wollen hier bleiben. Sie wollen arbeiten, eine Familie gründen, sich etwas aufbauen und in Mecklenburg-Vorpommern zuhause sein. Dafür braucht es politische Rahmenbedingungen, die das auch möglich machen.
Junge Menschen brauchen bezahlbares Wohnen, gute Ausbildung, sichere Arbeit, funktionierende Infrastruktur, erreichbare Verwaltung und eine Politik, die nicht erst dann zuhört, wenn Frust und Abwanderung schon da sind.
Ich will, dass junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur bleiben können, sondern bleiben wollen.
Verwaltung muss helfen, nicht verwirren
Ein weiterer Schwerpunkt für mich ist eine starke und bürgernahe öffentliche Verwaltung.
Der Staat darf für die Menschen nicht wie ein Gegner wirken. Verwaltung muss verständlich, erreichbar und lösungsorientiert sein. Natürlich braucht ein Staat Regeln. Aber Regeln dürfen nicht dazu führen, dass Menschen sich verloren fühlen, wenn sie Unterstützung brauchen oder ein Anliegen klären wollen.
Aus meiner beruflichen Erfahrung weiß ich, wie wichtig gute Verwaltungsstrukturen sind. Ich weiß aber auch, dass Verwaltung nur dann Vertrauen schafft, wenn sie im Alltag funktioniert.
Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht das Gefühl haben, Bittsteller zu sein. Der Staat ist für die Menschen da, nicht umgekehrt.
Ich will mich für eine Verwaltung einsetzen, die klarer kommuniziert, digitaler und verständlicher wird, Verfahren vereinfacht und die Menschen ernst nimmt. Weniger Papierkrieg, mehr Verlässlichkeit. Weniger Zuständigkeitschaos, mehr konkrete Hilfe.
Gesundheit und Pflege gehören zur sozialen Sicherheit
Gesundheit ist eines der Themen, bei denen Menschen sehr direkt merken, ob Politik funktioniert.
Ein Arzttermin darf kein Glücksfall sein. Pflege darf nicht zur Armutsfalle werden. Angehörige dürfen nicht allein gelassen werden. Krankenhäuser und medizinische Versorgung müssen erreichbar bleiben, auch außerhalb großer Zentren.
Gerade in Mecklenburg-Vorpommern ist das entscheidend. Unser Land braucht eine Gesundheitsversorgung, die zur Realität der Menschen passt. Wer krank ist, braucht Hilfe und keine Warteschleife. Wer pflegt, braucht Unterstützung und keine warmen Worte. Wer alt wird, braucht Sicherheit und Respekt.
Für mich gehört Gesundheitspolitik deshalb nicht in eine Nische. Sie ist Teil sozialer Gerechtigkeit. Ein funktionierendes Gesundheitssystem ist nicht Luxus, sondern Grundvoraussetzung für ein sicheres Leben.
Frieden, Vernunft und Verantwortung
Zum BSW gehört für mich auch eine klare Haltung für Frieden und Vernunft.
Frieden ist keine Nebensache. Frieden ist die Grundlage für Sicherheit, Wohlstand und soziale Stabilität. Eine Politik, die immer stärker auf Eskalation setzt, gefährdet am Ende nicht nur internationale Sicherheit, sondern auch den sozialen Zusammenhalt im eigenen Land.
Gerade Deutschland trägt aus seiner Geschichte heraus eine besondere Verantwortung. Diese Verantwortung bedeutet für mich, Konflikte nicht leichtfertig anzuheizen, Diplomatie ernst zu nehmen und Gesprächskanäle nicht vorschnell aufzugeben.
Friedenspolitik ist nicht naiv. Naiv ist zu glauben, Eskalation habe keinen Preis.
Auch in Schwerin spüren Menschen, wenn politische Entscheidungen zu Unsicherheit, steigenden Kosten und Zukunftsangst führen. Deshalb gehört Frieden für mich auch in einen Landtagswahlkampf. Nicht als abstraktes Schlagwort, sondern als Teil einer Politik, die Menschen schützen und unser Land stabil halten will.
Warum ich für das BSW kandidiere
Ich kandidiere für das Bündnis Sahra Wagenknecht, weil unser Land wieder mehr Vernunft, soziale Gerechtigkeit und politische Bodenhaftung braucht.
Viele Menschen fühlen sich von der bisherigen Politik nicht mehr vertreten. Sie erleben, dass viel versprochen wird, aber wenig im Alltag ankommt. Sie sehen, dass Debatten oft an ihren Sorgen vorbeigehen. Und sie haben das Gefühl, dass normale Arbeitnehmer, Rentner, Familien, Auszubildende und junge Menschen zu selten im Mittelpunkt stehen.
Das BSW steht für mich für eine Politik, die soziale Fragen wieder ernst nimmt, Frieden und Diplomatie nicht aus dem Blick verliert und wirtschaftliche Vernunft mit Gerechtigkeit verbindet.
Ich will nicht, dass Politik immer lauter, abgehobener und unverständlicher wird. Ich will, dass Politik wieder klarer, ehrlicher und näher an den Menschen wird.
Warum ich antrete
Ich trete an, weil ich Verantwortung übernehmen will.
Ich komme aus der Praxis. Ich kenne Verwaltung. Ich kenne Ausbildung. Ich kenne die Abläufe, aber auch die Schwächen staatlichen Handelns. Und ich weiß, dass gute Politik nur dann entsteht, wenn man die Realität der Menschen ernst nimmt.
Ich verspreche keine Wunder. Aber ich verspreche, Themen anzusprechen, die für viele Menschen entscheidend sind. Bezahlbares Leben, sichere Renten, starke Ausbildung, funktionierende Verwaltung, gute Gesundheitsversorgung, bezahlbares Wohnen, soziale Sicherheit und Frieden.
Schwerin braucht eine Stimme, die nicht abhebt. Eine Stimme, die den Alltag kennt. Eine Stimme, die nicht nur verwaltet, sondern verändern will.
Ich möchte im Landtag dafür kämpfen, dass politische Entscheidungen wieder stärker an der Realität der Menschen ausgerichtet werden. Für Schwerin. Für Mecklenburg-Vorpommern. Für eine Politik, die wirkt.